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Normandie – Bretagne-Ost   Juni 2007

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Hinweiß: alle genannten Campingplätze sind im ADAC-Campingführer 2006 zu finden.
Die Preise beziehen sich auf 1 Stellplatz inkl. NK einschl. 2 Personen pro Nacht.
Allen Fotos gehen Landkarten voraus, die den Standort und den Namen des 
nachfolgenden Bildes benennen, da die Bilder nicht beschriftet sind.      
                                                                                                                                                                                                                                                                                  

 

Erster Zwischenstopp ca. 180 km vor Paris Verdun mit dem recht guten Campingplatz “Camping les Breuils“( www.camping-lesbreuils.com ). Zufriedenstellend sauber, einfachere Sanitärausstattung aber schön gelegen am Stadtrand, beachtliche Burganlage, Soldatenfriedhof vom 1.Weltkrieg und zusätzlich eine nette Innenstadt (leider kein Foto, da es schon Nacht war).
Durch Paris fuhren wir auf der Stadtautobahn und dann so weit es ging immer an der Seine entlanf auf kleinen Strassen.
Westlich von Rouen in Jumieges in einer Seine-Schleife, angeblich die schönste Klosterruine  Frankreichs (s.Foto)und ein empfehlenswerter Campingplatz dazu „Camping de la Foret“
www.campinglaforet.com )am Ortsrand. Sehr sauber, schöner Platz, absolut ruhig, Sanitärgebäude auf dem neuesten Stand (16,50 Euro).

Auf der Südseite der Seine ein Muß, der „Parc Regional de Brotonne“. Traumhafte Dörfer mit Reetdächern und Fachwerkhäusern vom Feinsten.
Auf einer der wenigen Brücken, die sich am Ende des Seine-Laufes befinden ist die „Pont de Tancarville“ über die wir endlich ans Meer nach Fecamp kamen.
Gnadenlos schön gelegen ist der Campingplatz „Camp Municipal del Reneville“ (leider keine Homepage) am Rande der Stadt auf der Klippe mit Blick aufs Meer und mit 15 Euro auch noch günstig. Bei den Sanitäreinrichtungen muss man zwar Zugeständnisse ans Alter aber nicht an die Sauberkeit machen. Hervorragende Baguette und Croisson knusperfrisch kann man in der Rezeption morgens holen. Zu Fuß in die Stadt mit ihrem unvergleichlichen Benediktinerkloster (s.Bilder) geht es ca. 10 Minuten ein bisschen bergab.

Von Fecamp zum Wahrzeichen der Normandie, der Felsen bei Etretat (s.Bild) , leider im Nebel, obwohl das kleine Nest total in der Sonne war. Einheimische haben mir erzählt, dass es hier in der Gegend sehr oft Nebel gibt, der sich erst gegen Mittag auflöst. Pech gehabt.....
Aber das Örtchen hat auch sehr sehenswerte alte Häuser (s.Bilder).

Ab jetzt ging es bis auf wenige Ausnahmen immer an der Küste entlang und nach Möglichkeit auf kleine Strassen.
Le Havre hat uns  beim Durchfahren nicht gefallen, so dass wir auch nicht ausgestiegen sind.  Dann kam die tolle Vorzeig-Brücke der Franzosen „Pont de Normandie“ (s.Bild). Man fährt auf sie „hinauf“ im wahrsten Sinne des Wortes wie auf einen Berg !!! Es müssen ja auch riesige Schiffe teils mit hohen Segelmasten unten durch fahren können.

Honfleur zwingt einen zu einer längeren Rast. Stimmungsvoller Hafen, romantische Gäßelchen ohne Ende, nette Läden, viele Restaurants allerdings mit hohen Preisen.

Wir haben einen Campingplatz etwas außerhalb gewählt, da der Rummel dort wirklich riesig ist. In dem kleinen Örtchen Equemauville, 4 km von Honfleur, befindet sich der Campingplatz „Camping de la Briquerie“ ( www.campinglabriquerie.com ). Die Anlage war Klasse, ruhig gelegen, mit Schwimmbad,  aber leider lies die Sauberkeit der Sanitäranlage zu wünschen übrig.
Die schönste Bäckerei mit der größten Auswahl (sogar Vollkornbaguette), bei bester Qualität die wir in Frankreich bis jetzt gesehen hatten, war hier am Ort (leider habe ich kein Bild gemacht). Der Bäckermeister hat hier in einem riesigem Holzofen mitten in der Bäckerei seine Sachen gebacken, während sich ein wunderschöner Laden daran angeschlossen hat.
Böse Zungen behaupten ich wäre deshalb 3 Tage geblieben.  

Das nächste Ziel war „Beuvron on Auge“ etwas im Landesinneren, ein mittelalterliches Dorf (s.Bilder) total erhalten mit tollen Flair und angeblich einem unvergleichlichem Sidre. Uns hat er wirklich am besten geschmeckt. Macht süchtig!!!

Ca. 35 km entfernt ist die sehr gut erhalten ist Schlossanlage bei „Crevecoeur-en-Auge“.
Die Anlage (s.Bilder) besteht aus Fachwerkhäusern aus dem 11.-16. Jahrhundert.

Der nächste Anlaufpunkt an dem wir übernachteten war Bayeux. Wir sind nicht gerade begeisterte Museumsgänger, aber das älteste französische „Comic“ aus dem 11.Jahrhundert, nein nicht Asterix!!! misst 70 Meter Länge und 50 cm Breite und das  wollten wir uns doch nicht entgehen lassen. Es ist ein Wandteppich der die Geschichte dieser Zeit in gestickten Bildern erzählt, da damals über 90% der Bevölkerung nicht lesen konnte. Sogar die Sexualität war kein Tabuthema, vielleicht gerade deshalb !!!!  (s.Bilder).

Der Campingplatz in Bayeux „Camping Municipal“ (leider keine Homepage) ist ein absoluter Geheimtipp. Er war der sauberste Campingplatz in der Normandie, dazu der schönst angelegteste, mit alten Bäumen, super Rasen, das ganze ähnlich wie ein Park und der günstigste mit 11 Euro war er zusätzlich. Was uns besonders gefallen hat, dass man mit dem Cali auf asphaltierten Grund stand, aber wenn man einen Schritt aus dem Auto machte im englischen Rasen stand. Wir fanden es unvergleichlich gut, kühler Schatten, kein Dreck im Auto, wunderbare Optik und keine Rumackerspuren von Vorgängern zu finden waren..
Kleiner Wehrmutstropfen, nach dem der Platz ja unter städtischer Verwaltung ist wurde schon länger nichts renoviert, aber man muss erwähnen, dass alles sehr gepflegt und nicht kaputt war. Halt ein bisschen älter (das sind wir ja auch !! Bilder bei Toms Rubrik Campingplätze).

Jetzt kamen die Landteile der Invasion von 1944. Gold Beach, Omaha Beach, „Pointe du Hoc“(s.Bilder - hier wurden viele Filme gedreht) und die Utah Beach (s.Bilder).
Die meisten Touristen schneiden hier den Weg ab und fahren gleich nach Le Mont St. Michel.
Versäumen aber nach unserer Meinung den landschaftlich schönsten Teil der Halbinsel. Allerdings muss man grundsätzlich auf kleinen Strassen an der Küste entlang fahren. Das kostet Zeit, bringt aber Genuss bei kaum Touristenaufkommen.

Unser nächstes Nachtlager war auf dem Campingplatz in Maupertus-sur-Mer „Castel Camping L´Anse du Brick“ (http://www.anse-du-brick.com ). Ein schöner Platz mit Swimmingpool, aber am Ende der Welt. Hier sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht.

Unser insgesamt schönster, aber teuerster Platz mit 22 Euro/pro Nacht für 2 Personen kam jedoch bei Les Pieux am Meer ( www.legrandlarge.com )s. Bilder bei Toms Rubrik Campingplätze). Absolut sauberer Platz und Sanitärgebäude (alles auf dem neuesten Stand, sogar Toilettenpapier), tolle Schwimmbecken, Tennis- und Tischtennisanlage, exquisiter Kinderspielplatz, spitzen Lage am Wasser, sogar Ruhebänke auf der Düne mit Blick aufs Meer und für die Sammler wunderschöne Muscheln, Muschel, Muscheln und ein Sandstrand auf dem man bei Ebbe toll Radfahren konnte (s.Bild). Zu Fuss oder mit dem Fahrrad erreichbare 2 Restaurants in der Bucht (s.Bilder bei Toms Rubrik – Campingplätze).

Dann ging es zum 2.Wahrzeichen der Normandie dem Le Mont-Saint-Michel (s.Bilder).
Der Campingplatz „Camping du Mont Saint Michel“ ( www.camping-montsaintmichel.com ) stand, man kann sagen unter Wasser. Der Alptraum für Camper. Überall sulziger Schlamm. Aber wir hatten Glück im Unglück. Wir konnten trockenen Fusses zum Klosterberg und zurück gehen.
Vorteil für Spätankommer ab ca. 16 Uhr wird es ruhiger auf der Halbinsel und den Damm kann man in ca. 30-40 Minuten zu Fuß hinter sich bringen. Es gibt aber dort auch genügend Parkplätze und sogar einen Wohnmobilstellplatz mit Blick aufs Kloster (keine Sanitäranlage).

Ab jetzt ging es wieder immer an der Küste entlang zum „Pointe du Grouin“ und nach „Saint Malo“. Teilweise fuhren wir asphaltierte Feldwege. In Saint Malo gibt es eine Altstadt mit einer völlig intakten Stadtmauer zum oben entlang laufen (s. Bilder).
Nicht versäumen sollte man das „Grand Aquarium“ (s.Bilder) mit zusätzlich einer kleinen Fahrt mit der Nautilus ins „tiefe Meer“ zu den Fischen (U-Boot – Animation-Fahrt durch ein grosses Fischbecken - wir fanden: nicht nur für Kinder schön !!!).

Das nächste Zwischenziel war der „Pointe de Saint-Cast“ und dann  kam der Höhepunkt der östlichen Bretagne das „Cap Frehel“ (s.Bilder). Traumhafte Felsen und tolle Farben der Natur.
Es gibt dort sogar einen Wohnmobilplatz, aber für Califahrer nicht so geeignet da kein Wasser, keine Dusche, keine Toilette.
 
Unser letztes Ziel unserer Fahrt war „Erquy“ (s.Bilder) und der ca. 4 km entfernte Campingplatz „Camping de la Plage de Saint-Pabu“ ( www.saintpabu.com ).
Die Lage war traumhaft in einer schön gelegen Bucht. Der Meeresblick gegen Westen – umwerfende Sonnenuntergänge !!! Allerdings für Leute die gerne ihr Fahrzeug stehen lassen, aber im Supermarkt oder einem Fischgeschäft einkaufen und dafür das Fahrrad benutzen wollen sage ich nur eine ohne „Doping“ geht nichts. Richtig ordentliche lange Steigungen. Deshalb habe wir auch außer uns niemanden fahren sehen.  Ein Nachbar sagte, er komme schon über 30 Jahre hier her, weil es so schön ist, aber das Fahrrad hat er nach ein paar Jahren zu Hause gelassen. Leider gibt es auch kein Restaurant am Platz.
Der Platz selbst war schön gepflegt, die Sanitäranlagen waren einigermaßen sauber.
Preis für 2 Pers. komplett 19,80/Nacht.
Bei der Heimfahrt nach 2,5 Wochen Urlaub sind wir über Rennes – Le Mans – Paris – Saarbrücken- Karlsruhe –nach Augsburg gefahren. Wir hatten ständig schwere Regenschauer und Gewitter, so dass wir auch keine Lust mehr zum übernachten hatten.

Der Verbrauch war diesmal ein wenig höher (ca. 9,3 Liter auf 100 Kilometer bei voller Beladung und 2 schweren Trekkingrädern auf der Anhängekupplung).

Ein Tipp noch für Califahrer: die Reise ist nur mit einem „Viagra“- Dach zu empfehlen  http://www.t5-board.de/board/showthread.php?t=22227 , denn dort hat es Tag und Nacht satten Wind und damit knallt der schlaffe Zeltbalg ordentlich um die Ohren. Aber jetzt wird ja alles anders, denn mein Dach wurde nach unserem Urlaub auch schön fachmännisch gespannt.

Nächstes Jahr geht es in den mittleren und westlichen Teil der Bretagne. Denn an schönen Orten muss man auch ein paar Tage verweilen. 2,5 Wochen waren für Normandie und die komplette Bretagne ein wenig zu kurz.

Herzliche Grüsse
Maria und Werner


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