Island im Juni 2006
Am 25. Mai (Vatertag) schiessen wir morgens um Viertel nach fünf los. Als dann um zwölf Flensburg schon hinter uns liegt, entscheiden wir uns um heute das Ziel für Morgen (Skive in Nord Jutland) wenn schon nicht ganz, dann doch eben so nah wie möglich anzufahren.
Abfahrt der Fähre aus Hanstholm ist Samstag um zwölf; sodass uns in Skive ein zusätzlicher ‚Ferientag’ entfallen könnte. Diese Absicht klappte, aber bei der Ankunft hatten wir unsere Problemchen auf den feuchten Wiesen des (guten) Campingplatzes… War das heute ein sch…. Wetter! Naja, der zusätzliche ‚Ferientag’ hat uns wieder in die richtige Stimmung versetzt, denn Skive ist ein gemütliches dänisches Städtchen.
Die Abfahrt der Norröna aus Hanstholm am Samstag den 27. Mai verzögerte sich um zwei Stunden. Wieso und warum ??? Ungeklärt! Wir hatten direkten Einblick in die Einfahrt des Schiffes und konnten, als Laien, die Schiffsbeladung aus erster Reihe genau beobachten. Uns kam es wie ein fürchterliches Durcheinander vor.
Nachts um vier Uhr werden wir in unserer Schlafkabine von einer Lautsprecherstimme aufgewacht: „In einer Stunde ist Ankunft in Bergen.“
Nah also, das wollen wir mit erleben! Um fünf Uhr stehen wir an Deck. Bergen im Morgengrauen erleben knappe hundert Passagiere vom oberen Deck mit. Vage Sehnsüchte nach vergangenen Erlebnisse werden wach.
Sonntag nachmittags Ankunft im schottischen Lerwick auf den Shetlandinseln. Nach anderthalb Stunden geht’s weiter Richtung FarOer-Inseln. Ankunft Montagmorgen den 29. Mai um sieben Uhr. Wir hatten uns entschlossen mit unserem Camper von Board zu gehen und eine Rundfahrt zu machen. Ich lasse mal die Bilder sprechen.
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Bergen im Morgengrauen |
Blick auf Eiði ganz im Norden auf Eysturoy |
Blick auf Funningur |
Stabkirche zu Funningur |
Dinstagmorgen den 30. Mai 9.15 Ankunft Seyðisfjörður bei gutem Wetter. Zuhause ist jetzt 11.15 Uhr.
Nach Erledigung einiger Besorgungen, im Nachmittag Weiterfahrt nach Egilsstaðir. Wir steigen einige hundert Meter und fahren durch eine sehr schöne unberührte Schneelandschaft. Nur die Strasse ist schwarz und der Blick unwahrscheinlich weit. Bestimmt 100 km Sicht!! Sowas gibt’s in den Alpen nicht (mehr).
Da es an anderer Stelle schon isländische Impressionen gegeben hat, werde ich hier überwiegend noch nicht erwähnten highlights aufführen. Es hat viele während unserer Reise gegeben. Daneben gab’s auch gleich viele Tiefpunkte; vor allem klimatische….
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Campingplatz zu Höfn
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Befestigungsöse am Strand… |
….von Hraunkot (NO von Höfn)
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Höfn wurde unsere Ausgangsposition von zwei sehr schönen Tage. Der Campingplatz an sich war gut, aber sehr, sehr windig. Vielleicht war’s Zufall.
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zusätzliche Transportmittel für den Skálafellsjökull
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Blick zurück … |
… und durch die Frontscheibe des Jeep |
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Antritt der Rückfahrt vom Skálafellsjökull |
Abfahrt |
Schwanenwiese |
Breiðamerkurfjall (?) |
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Rundfahrt auf dem Jökulsárlón |
Aussenstrand |
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Skogarfoss |
Krýsuvík, südlich der Linie Reykjavík -- Keflavík mit heissen Quellen …Wasser, Schwefel usw. |
Nach dem schönen Wetter im Osten, hat sich die Wetterlage im Süden und Südwesten völlig geändert: viel Regen und sehr, sehr viel Wind, wobei die Temperaturen von 6° bis 12° C. auch nicht attraktiv sind. Wir verlassen die Region um Reykjavík und fahren nach Stykkishólmur auf der Halbinsel Snaefellsnes im Mittelwesten. Hier ist ein einfach ausgestatteter Campinplatz mit 2 x 2 WC’s und je ein Waschbecken, den wir am 7. Juni erreichen. Es gibt hier Elektrizität und ein asphaltierter Parkplatz, wo wir unser Camper hinstellen.
Am nächsten Morgen hat sich das Wetter etwas beruhigt und auch die Sonne lässt sich ab und zu mal erblicken. Wir entscheiden die Snaefellsness Halbinsel in westlicher Richtung ab zu fahren. Es wird ein herrlicher Tag mit viel Sonne!
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Camping Stykkishólmur |
Hafen Grundarfjördur |
Umgebung Ólafsvík |
Ingjaldshóll mit Snaefellsjökull |
Umgebung Ólafsvík |
Freitag den 9. Juni verlassen wir Stykkishólmur und fahren Richtung Blönduos. Wenn auf Island das Wetter mitspielt ist fast jeder Kilometer auf der ganzen Insel interessant. Heute hatten wir gemischter Wetterkonstellation: sehr schöne Fernblicke, aber auch unsichtbare Berggipfel. Der Campingplatz in Blönduós ist sehr gut, unbedenklich empfehlenswert. Wir verweilten hier zuerst zwei Nächte und dann später in der Woche noch mal eine. Samstag hatten wir Ruhetag und Sonntag den 11. Juni eine Verabredung in Akureyri.
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Blönduós nachts 01.30 Uhr |
Umgebung Blönduós |
Akureyri: Begegnung mit Geert aus dem T5 Board |
Morgens schon ausgetobt! |
Torfmuseum in Laufás |
Als wir uns Montagmorgens verabschiedet haben, fahren wir nach Husavik. Das Wetter ist mal wieder trostlos. Bei unserer Rückkehr in Akureyri entschliessen wir uns noch ein Stück nach westen zu fahren…Schilder entlang der Strasse Nr. 1 warnten für Schneefall und Temperaturen unter 0° C. auf der Öxnadalsheiði, eine Hochebene zwischen Akureyri und Blönduós. Die Vorhersage stimmte genau, wir sind aber mit vorsichtigem Fahren gut durchgekommen. Abends um acht trafen wir wieder in Blönduós ein. Weil es so spät war haben wir im blauen Kaffihús (500m vom Campingplatz) sehr lecker gegessen (in Garlic gebackener Shrimps uns Lammskeule in exzellenter Soβe) Das waren heute 380 km!
Dinstag den 13. Juni, zur Abwechselung heute mal strahlender Sonnenschein. Wir wollen zum Hvitserkur: ein Lavabrocken im Húnafjördur (siehe Bilder) 30, 40 Meter vor der Küste. Um dorthin zu kommen, müssen wir von Blönduós aus 70 km fahren (Luftlinie 15 km) wovon 30 km Schotterpiste. Naja, es hat sich gelohnt!
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Torfmuseum Laufás |
abseits der Schotterpiste |
Hvitserkur |
junger Rabe |
Zurück geht’s wieder nach Blönduós und weiter nach Varmahlið. Diese Strecke hatten wir nun zum dritten Mal gefahren, aber ab V. gings heute nordwärts. Heute wurden wir von der Sonne verwöhnt und unsere Augen konnten nicht satt werden….fahren, halten, fotographieren….immer weiter. Schliesslich landeten wir in Siglufjördur. Es soll hier einen Campingplatz geben. Mitten im Dorf, am Hafen ist eine grüne wiese direkt vor der Kirche.
Plötzlich sehen wir zwei Calis mit aufgestelltem Dach…., jawohl, das sind sie. Dann ist hier also der Campingplatz! Heute waren es 335 km !
Ein zweites ungeplantes Calitreffen ist vollendeter Tatsache! Eine gegenseitig freudige Überraschung lädt zur Auswechselung neuester Erfahrungen ein. Geert und seine Mannschaft sind von Akureyri über den Brykkárpass nach hier gekommen. Die Strasse ist nicht asphaltiert….Beide haben heute nachmittag Ihren Wagen schon waschen lassen (warum dat denn??... frage ich mich ohne etwas zu sagen). Als ich am nächsten Tag über den gleichen Pass, kurz vor Akureyri bin ist es mir schon klar….
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Herrliche Landschaften |
Campingplatz Siglufjörður |
Brykkárpass während…. |
….und danach |
Mittwoch 14. Juni zweiter und definitiver Verabschiedung von Geert und seine Leute. Wir wollen heute Akureyri zum zweiten Mal anfahren.
Nach Geerts Information ist die Brykkárpass gut zu fahren… Naja, war sie auch, es wurde aber an der Strasse gearbeitet und das Wetter war heute nicht so wie gestern, viel Regen und so… Es gab in Akureyri eine gute Tankstelle mit Waschanlage für die Selbstbedienung. Nix wie hin!!
Die zweite Akureyri-Nacht ist laut und sehr windig. Junge Leute auf dem Platz hatten was zu feiern….Daraufhin haben wir am Donnerstag erst um 13.00 Uhr, als Letzter den Platz verlassen. Die 20 holländischen Camper (unsere ständigen Begleiter) fahren heute nach Husavik und wir nach Vogar am Ostufer des Myvatn. Der Aufenthalt am Godafoss dauert 2 Stunden länger als wir geplant hatten….
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Umgebung Dalvik |
am Myvatn |
Krafla viti (nicht Askja!!) |
Der Campingplatz in Vogar ist in Entwicklung. Halb sieben haben wir uns mit den einigen Tausend dort anwesenden Mücken versöhnt: Sie draussen und wir drinnen. So stören wir uns gegenseitig nicht!
Freitag den 16. Juni besuchen wir Dimmuborgir, ein Lavafeld mit bizarren Lavaformationen. Die Mücken sind wegen des frischen Windes überwiegend in Deckung gegangen. Wenn sie einem zu nahe kommen, kann man am besten stehen bleiben und die Nase in Richtung Wind stecken.
Man kommt aber so wenig voran, denn sie sind sofort wieder da wenn man weiter geht. Es gibt aber Stellen, so wie hier im Dimmuborgir, wo heute fast keine sind.
Am Samstag den 17. ist national Feiertag. Wir besichtigen heute die heissen Quellen von Hverir und danach wollen wir die dritte Nacht in Vogar verbringen. Es kommt aber nicht soweit. Als wir auf dem Campingplatz eintreffen, werden wir von 20 holländischen Campingmobile mitsamt den Bewohnern und ebensoviele Milionen Mücken vergewaltigt…Wir kapitulieren sofort, packen unsere zurückgelassene Sachen und verschwinden in Richtung Möðrudalur an der 901. Hier wird schliesslich übernachtet auf einem einfachen, aber fast mückenloser Platz. Der Herðubreið (1682m) ist 35km Luftlinie entfernt. Herrlich geschlafen!
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Die heissen Quellen von Hverir |
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Hverir |
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Mückensieg |
Herðubreið |
Sonntag 18. Juni fahren wir wieder nordwärts zurück Richtung Dettifoss. Das erste stück zur Nr.1 ist nicht asphaltiert aber gut zu fahren, dann 25 km über die Nr.1 an das Viðidalsfjölt vorbei (Morgens in völlig anderes Licht als Abends) und dann rechts ab auf die 864. Nicht asphaltiert und 35 km lang eine komplette Katastrophe zum fahren.
Als wir abends in Vopnafjördur ankommen, verzeichnen wir 210 km auf dem Tageszähler.
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Dettifoss |
Umgebung Vopnafjördur |
Montag 19. Juni ist wieder einer der Spitzentage. Morgens fahren wir am Südufer des Vopnafjördurs (Fjord); eine sehr schöne Küste!
Die Besteigung und Überquerung der Hellisheiði und Landsendafjall (Finistère auf französisch) war atemberaubend. Die 917 ist nicht asphaltiert aber sehr gut zu fahren, trotz Steigungen bis 15%.
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Südufer des Vopnafjördurs |
Böðvarsdalur mit Dalsá |
Auf dem Landsendafjall |
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Landsendafjall |
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Héraðssandur mit Jökulsá á Brú |
Halb sechs treffen wir in Egilstaðir auf dem uns schon bekannten Campingplatz ein. Zum Glück sind keine Holländer da!
Am Dienstag den 20. Juni besichtigen wir den Hengifoss (30 km entfernt). Wenn man ganz bis oben will, ist eine gute Kondition Voraussetzung.
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Hengifossá-rivier |
Litlanesfoss mit oben
H.-foss
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Litlanesfoss |
Hengifoss |
Mittwoch Weiterfahrt nach Seyðisfjördur, Donnerstag 12.15 Uhr Abfahrt der Norröna, Samstag 17.00 Uhr local time Ankunft in Hanstholm und anschliessend Weiterfahrt nach Skive. Sonntag zur Lüneburgerheide und Montag den 26. Juni sind wir nach 5730 km wieder heil zuhause angekommen.
Reiseantritt: 25-05-06 Heimkehr: 26-06-06 Gefahrene km: 5730
Dieselverbrauch: 536,8 ltr kosteten € 695,65 Durchschnittspreis: € 1,30
Durchschnittsverbrauch: 9,37 ltr/100 km. (inkl. Heizung)
Nachtrag vom 06. September 2006: Hier gibts noch weitere Bilder von dieser Reise |