
Am 2.9 ging es los. Sandra wollte gegen 13 Uhr Feierabend machen, damit wir nicht so in den freitagnachmittags Verkehr kommen. Es wurde eine Stunde später, aber auf der A61 Richtung Koblenz war es noch gerade so auszuhalten.
Über Luxemburg (70L Diesel á 93 Cent) nahmen wir den Kampf gegen die Kilometer also auf. Die Französischen Autobahnen waren verhältnismäßig voll. Aber so um die 130-140km/h rollte es gut. Nur der Tempomat war aufgrund des Kolonnenverkehrs nicht einzusetzen.
An der ersten Zahlstelle bemerkten wir, dass wir nicht in die Schnellabfertigung fahren konnten, da die Fahrräder auf dem Heckträger über das Auto hinausragten. Die Schnellabfertigung geht nur bis 2m Höhe. Somit mussten wir uns immer in der Schlange anstellen.
Bis Lyon gibt es von der Autobahngesellschaft einen Radiosender, der auch TMC (Traffic Mangement Control ) sendet. Der Sender meldet aber nur Störungen auf seinen gebührenpflichtigen Autobahnen. Da die Umfahrung um Lyon fast 40 Kilometer Umweg ist, haben wir beschlossen durch Lyon zu fahren. Das Navigationssystem schlug diesen Weg ebenfalls vor. Ca. 15km nachdem wir die Weiche der Umfahrung oder Ortsdurchfahrt Lyon passiert hatten, tauchten Hinweisschilder auf, die irgendwas von „Fermeé“ erzählten. Unsere französisch Kenntnisse reichen noch so gerade, dass wir erkennen konnten, dass da wohl etwas gesperrt ist. Joker aus dem T5-Board hatte auch so etwas geschrieben, dass ab 21 Uhr die Stadtautobahn in Lyon gesperrt ist. Dies hatten wir auch vorher in Erinnerung. Ein Anruf beim ADAC verriet uns aber, dass dies nicht sein kann, und es sich bei der Mitteilung von Joker wohl um einen Einzelfall handelte.
Aber es kam natürlich so, wie es kommen musste. Wir hatten 22 Uhr und die Strecke durch Lyon war gesperrt.
Das TMC meldete jedoch nichts. Die Strecke durch Lyon ist ja auch nicht gebührenpflichtig, also melden die bornierten Autobahnbetreiber diese Sperrung auch nicht! Kurz vor der endgültigen Sperrung haben wir dann die „Stautaste“ am Navi gedrückt und die nächsten 5 Kilometer gesperrt. Durch kleine Gässchen in Lyon wurden wir nun umgeleitet. Die Umfahrung wäre wohl schneller gewesen, aber so haben wir wenigstens etwas von Lyon gesehen.
Hinter Lyon, wechselt wohl die Autobahngesellschaft. TMC ist aber hier passé. Es scheint ein Fremdwort für die „Autoroute du Solei“ zu sein.
Kurz vor Mitternacht fuhren wir in Valence Nord von der Autobahn, weil wir etwas preiswerter Tanken wollten. Wir fanden auch eine Tankstelle, die Diesel rund 10cent günstiger anbot, als die Tankstellen auf der Autobahn. Leider nahm der Automat an der Tankstelle unsere Kreditkarte nicht. Ein freundlicher Franzose bot uns jedoch seine Karte an. Wir tanken für 60 Euro und gaben ihm das Geld in bar. Mit dieser Tankfüllung sollten wir locker bis Spanien kommen. Dort ist der Diesel wiederum 10 Cent günstiger.
Nach dem Tanken suchten wir ein Plätzchen für die Nacht. In Valence fanden wir jedoch nichts Schönes. Also sind wir wieder auf die Autobahn. Wir dachten, dass wir ein nettes Plätzchen auf einem der schönen „Piqueniques“ finden. Der nächste Übernachtungsplatz war zu unserem Erstaunen jedoch proppevoll. Also wollten wir noch einen weiter.
Nach 3km wussten wir warum die Plätze so voll waren. Vollsperrung der Autobahn. Schwerer Unfall mit Explosion. Es war nun 0:30 Uhr am 3.9.2005. Die Autos wurden von der Autobahn geleitet. Da aber die Autobahngesellschaft auch ihre Autobahngebühren haben will, geht es nur über eine Mautstelle. Ca. 10km dreispuriger Stau und die Herrschaften leiten Tausende von Autos über ein einziges Kassenhäuschen den Verkehr ab. Nach 4 Stunden und 45 Minuten hatten es einige nicht geschafft Kleingeld oder eine Kreditkarte bereitzuhalten. Man hatte den Eindruck die Franzosen waren überraschend an die Klasse gekommen. Die hatten die Ruhe weg und ich war auf 180!
Um 5:15 Uhr waren wir dann durch. Durch dieses ganze Stopp und Go, war an schlafen nicht zu denken. Wir haben uns dann erstmal an den Straßenrand gestellt und zwei bis drei Stündchen gepennt. Als wir aufwachten konnten wir auch wieder an der Stelle auffahren, wo vor ein paar Stunden noch gesperrt war. Die Unfallstelle war jedoch nur einspurig zu passieren. Wir mussten aber diesmal nur ca. 15 Minuten im Stau stehen.
Gerädert sind wir dann weiter auf die spanische Grenze zugefahren. Dort wiederum 6km Stau. Ich schon wieder auf 180! Zum Glück powert die Klimaanlage im T5 aber prächtig. Draußen sind es laut Anzeige im Cockpit 37°C!
In Spanien sind wir dann direkt an der Salida 3 abgefahren und Richtung L´Estartit gefahren. In L´Estartit haben Freunde von uns eine schöne Yacht im Hafen liegen. Da meine Begeisterung dem Bootssport entgegen immer noch unbegrenzt ist, war ich neugierig und wollte das Boot unbedingt sehen. Boot war aber ein abfälliges Wort für diese Yacht. Schiff klingt schon besser. Das Schiff ist ein Traum. Der Anliegeplatz im Hafen von L´Estartit ebenso. Unser Freund hat darauf geachtet, dass hinter ihm keine Schiffe mehr anlegen können. Somit ist die Sicht vom Achterdeck und vom Salon auf die schöne Bucht uneingeschränkt. Unseren California haben wir direkt an den Steg gestellt und mit Landstrom versorgt. Wir standen perfekt direkt an der Yacht.
Nach zwei wunderschönen Tagen und einigen schönen Ausfahrten zu den vorgelagerten Inseln sind wir dann weiter, da wir die Gastfreundschaft nicht weiter strapazierten wollten. Gegen 15 Uhr sind war dann weiter mit dem Ziel Montroig bei Cambrils an der Costa Dorada.
Ca. 30km vor Tossa de Mar beginnt wunderschöne Küstenstrasse, die wir vor Jahren schon einmal gefahren sind. Die haben wir dann gleich noch einmal befahren. Toll diese Strasse. Den Ausblick und die Landschaft kann man auf Fotos gar nicht wiedergeben. Wunderschön.
Durch die City von Barcelona (da sollte man sich mal mehr Zeit für nehmen) sind wir dann weiter über die Autostrada bis nach Montroig. Hier haben wir auf einem Platz Station gemacht, den wir schon seit 1992 kennen. Oasis Mar sein Name. 1992 war der Platz noch mit einem schönen breiten Sandstrand ausgestattet. Als wir bei einer Durchreise im Jahre 2000 dort Station machten, war der Strand völlig verschwunden. Notdürftig aufgeschütteter grober Kies schützte den Platz. Auch vor dem Jahr 2000 bemerkten wir den Schwund um einige Meter jedes Jahr. In diesem Jahr waren wir jedoch überrascht von dem völlig neu gestalteten Sandstrand. Links neben dem Platz ist ein Künstliches Riff als Wellenbrecher ins Meer hineingebaut worden. Nun scheint das Meer nachgegeben zu haben. Der Kiesstrand ist verschwunden. Feinster Sandstrand vergrößert das Badevergnügen.
Der Platz selbst hat auch einiges getan. Man versucht wohl hier den gehobenen Standard der Nachbarplätze Mauritus, Playa Montroig und La Torre del Sol ein klein wenig näher zukommen. Swimmingpool und markierte Plätze. Die Stellplatzflächen mit Bordsteinen eingegrenzt, so dass sich die Wege nun deutlich unter dem Höhenniveau des Rests vom Platz befinden. In der Vergangenheit lief bei Starkregen oft der ganze Platz voll Wasser. Nun hat das Wasser die Möglichkeit sich über die eingefassten Wege einen Weg ins Meer zu suchen.
Der Platz hat ausreichende Sanitäre Anlage. Die Warmwasserduschen sind über Solaranlagen versorgt und somit Kostenfrei. Die Übernachtung mit dem Camper und zwei Personen kostete ohne Strom 16 Euro. Den Hund haben wir nicht angegeben, weil keiner nachgefragt hat. Für eine Nacht kann man den kleinen doch mal schlabbern.
Da das Wetter an der Costa Dorada bereits im September Tücken machen kann, beschlossen wir den weiteren Aufenthalt auf dem Platz vom Wetter abhängig zu machen.
Am nächsten Morgen fanden wir einen grauen Himmel vor. Die Weiterfahrt in Richtung Süden war also beschlossen.
Nur ca. 300km weiter sollte es denn auch beträchtlich heißer werden. Kurz vor Valencia verschwanden die Wolken und ein makelloser blauer Himmel lies das Mittelmeer an der linken Seite türkisblau schimmern.
Im Nachhinein war das eine Weise Entscheidung. Etliche Camper von der Costa Brava und Costa Dorada sind nach sinnflutartigen Regenfällen uns hinterher gezogen. Wir haben von alledem außer ein paar Schleierwolken nichts mitbekommen.
Ca. 70km hinter Valencia beginnt die Überwinterungszone für deutsche Campingrentner. Auf den Plätzen rund um Denia trifft sich alljährlich ab Mitte September eine fest eingefleischte Rentnerschar.
Wir sind in Oliva auf dem von uns bereits oft besuchten Camping Azul abgestiegen. Hier hat sich seit unserem letzten Besuch im Jahr 2000 nicht wirklich viel getan. Der Platz ist nicht besonders groß und auch im Winter immer gut besucht. Der direkt benachbarte Eurocamping hat tolle Stellplätze direkt auf der Düne. Die normalen Plätze auf Eurocamping sind zwar allesamt im Schatten, jedoch lieblos und gleichen einer Szenerie der Lindenstrasse. Zum Heringe einschlagen will man auf Anhieb den Hiltibohrer herauskramen, weil alles so in einem Betongrau erscheint.
Wem der Wind und die pralle Sonne nicht auf die Nerven geht, findet auf den Dünen vom Eurocamping jedoch einen Platz praktisch direkt oder besser auf dem kilometerlangen Sandstrand. Als wir ankamen waren diese Plätze aber alle belegt. So sind wir zu Camping Azul auf einen parzellierten Platz nahe der Düne gezogen. Jetzt müssen wir mühsame 20 Meter bis an den Strand laufen.
Die Campingplätze rund um Oliva sind leider kein Geheimtipp mehr. Vor 15 Jahren waren die Plätze noch kleiner und fast alle Besucher konnten sich direkt in die Nähe der Dünen stellen. Einige Dauercamper hatten in den hinteren Platzteilen schattige Areale reserviert und standen dort sehr windgeschützt.
Heute sind die Plätze alle noch viele Meter ins Hinterland gewachsen.
Als wir 1992 das erste Mal hier Station machten zahlen wir umgerechnet 15 Mark incl. Strom. Im Jahre 2000 zahlten wir noch incl. Strom 20 Mark. Heute zahlen wir ohne Strom und unter Berücksichtigung von 20% Rabatt (falls wir eine Woche bleiben) fast 19 Euro. Strom wird extra über einen Zähler abgerechnet. Die Mark wird also auch hier zum Euro gemacht.
Das in den 90iger Jahren erbaute Restaurant ist geschlossen. Es macht den Betreibern zu viel Arbeit. Mit einem Stellplätzchen kann man wohl die schnellere und einfachere Mark machen. Service wird hier also nicht besonders groß geschrieben.
Der winzige Tante Emmaladen, der sich Supermercado schimpft, ist sogar montags gänzlich geschlossen. Zum Glück hatten wir uns vor der Anreise noch in einem anderen Markt mit dem nötigsten versorgt.
Wenn man sich auf die Gegebenheiten jedoch einrichtet, bleibt der Platz immer noch ein Schmuckstück. Die sanitären Anlagen sind zwar nicht supermodern, jedoch gepflegt. Ein paar Meter weiter gibt es auch ein Restaurant.
Für den großen Einkauf muss man jedoch den VW Camper abbauen und nach Oliva oder Richtung Gandia fahren.
Für kleinere Einkäufe oder einfach so zum bummeln, muss man ca. 3km am Strand entlanglaufen. Dann gelangt man in das entzückende Oliva Playa. Für mutige Bungalowurlauber, die nicht von zu Hause aus buchen wollen, ist in der Vor- oder Nachsaison Oliva Playa immer noch ein Geheimtipp. In der Hauptsaison sind die Strandbungalows jedoch fast ausschließlich von den spanischen Eigentümern bewohnt.
Mit dem Fahrrad kommt man über asphaltierte Strassen in ca. 6 km nach Oliva Playa.
Nun stehen wir hier seit gestern Mittag auf Camping Azul und ich habe mich erstmals aufgerafft ein paar Zeilen zu schreiben. Wir beschlossen, wenn das Wetter sich hält, bleiben wir noch ein paar Tage hier. Aber all zu lang halten wir es ja nie auf einem Platz aus. Mag er noch so schön sein.
Wir sind noch ein paar Tage auf Camping Azul geblieben. Größtes Highlight war ein nicht funktionierender California. Die Wasserversorgung war zusammengebrochen. Die Pumpe summte noch, aber der Hahn tropfte noch nicht einmal. Also haben wir erst einmal alle Schränke leer geräumt und geguckt ob irgendwo der Schlauch abgesprungen war. Erfolglos… 35°C im Schatten und dann so eine Wühlerei. Ich hätte die Fa. Volkswagen in die Luft sprengen können vor Wut. Dann habe ich den Reparaturleitfaden zur Hand geholt, weil die Reinigungsöffnung zum Wassertank nicht aufgehen wollte. Dort stand aber nur „aufdrehen“… Ich war kurz vor Wandlungsgedanken und Sandy schon ganz am Boden zerstört. Dann habe ich mir kräftige Hilfe von nebenan geholt und zwei Dachlatten in einem Bungalow abgeschraubt. Jetzt konnten wir von der Kofferraumseite und von der Spülenseite aus Kraft auf den Deckel ausüben. Kurze heftige Schläge bringen gar nichts. Man muss mit aller Kraft die Latte in den Deckel drücken. Dann fängt er langsam an sich zu drehen.
Als der Deckel ab war stellten wir fest, dass ein Schlauch abgesprungen war. Komisch nur dass dieser Schlauch überhaupt nicht gesichert ist. Keine Schelle oder sonstiges Sicherungsmittel befand sich im Tank. Wir haben gründlich gesucht!
Also haben wir den Schlauch nur wieder drauf gesteckt und wieder alles zusammengebaut. Als alle Schränke wieder zusammengebaut waren, und der Tank gereinigt und mit neuem gekauften Mineralwasser gefüllt war (3x8l Kanister á 94 Cent) sprang der Schlauch aber wieder ab.
Das ganze Spielchen ging also wieder von vorne los. Nur war der Deckel diesmal natürlich von einem Menschen mit Hirn angezogen worden und nicht von einem verrückten Roboter in Hannover oder von sonst einem Zulieferer. Aber die gerade eingeräumten Winterjacken (Ich frag mich jedes Mal, was wir damit sollen) mussten wieder raus.
Da wir keine lebensmittelechte Edelstahlschelle zur Hand hatte, und sowieso nicht wusste wie man an der Stelle eine Schelle festziehen will, hatten wir ein Problem.
Der Schlauch ging auch wirklich sehr leicht auf den Stutzen zu schieben. Ob die den von Werk aus geklebt haben? Egal wir mussten uns was einfallen lassen.
Ich habe zwei Kabelbinder genommen und den Schlauch schon im ausgebauten Zustand so weit zusammengedrückt, dass er nun nur noch mit großem Kraftaufwand auf den Stutzen zu schieben war. Bis heute hat es gehalten und wir werden wohl VW mit diesem Mangel nicht belästigen. Nicht auszudenken, wenn ein VW-Mechaniker mit seinen Ölfingern in unserem Tank herummacht.
Ein weiterer Mangel stellt der Wählhebel fürs Automatikgetriebe dar. Beim Schalten knirscht dieser als ob einer Sand hineingekippt hat. Hoffentlich hält er noch bis zu Hause.
Das Hubdach schloss ein einziges mal nur Einseitig. Beim zweiten Versuch ging es dann auf Anhieb.
Es ist das erste mal, dass das Dach so lange aufsteht. Ein Absenken auch einseitig habe ich noch nicht festgestellt.
Die Gasdruckfeder des Kühlschranks hat auch den Geist aufgegeben. Ein Sprengring der Befestigung fiel einfach ab!
Unser Deckel vom Frischwassertank lässt sich nun auch nicht mehr abschließen. Bin gespannt ob es da mittlerweile eine Lösung für gibt. Wenn nicht warte ich noch ein wenig mit der Mangelanzeige.
Auf dem Campingplatz wird es langsam etwas leerer. Die Ferien in Bayern gehen diese Woche zu Ende. Wir verspüren auch Lust noch ein wenig von der spanischen Mittelmeerküste zu erforschen. Die Küste zwischen Murcia und Almeria, haben wir bei einer Reise vor ca. 10 Jahren geschlabbert. Dies wollen wir also noch nachholen.
Als wir dann am Morgen des 8. September durch Sturm und Regen wach wurden, entschlossen wir kurzfristig weiter Richtung Süden zu Reisen. Die Autostrada ist nur noch bis kurz vor Alicante gebührenpflichtig. Calpe, Altea und Benidorm ließen wir links liegen. Der Ausblick den man von der Autobahn auf die Skyline dieser Orte hat, sagt Alles. Außerdem haben wir uns den Spaß schon vor Jahren gegönnt. Für eine Kegeltour mag es ja ganz nett sein, aber mehr auch nicht. Ein Camper hat in diesen Orten nicht zu suchen.
Die Sonne war wieder zurückgekommen. Kurz hinter Cartagena sind wir dann runter von der Autobahn in Richtung Küste. Richtung Mazarron. Im Nachhinein habe ich mich geärgert, dass wir nicht auch die Küste vor Cartagena abgeklappert haben. Das Mar Menor soll ganz nett sein. Naja… dann haben wir halt für den nächsten Spanienurlaub noch was zu entdecken.
Unsere erste Anlaufstelle sollte Playa Mazarron sein. Auf dem gleichnamigen Campingplatz machten wir einen Rundgang. Der Platz liegt direkt am Strand und auch direkt am Rand des Ortszentrums. Sehr viele deutsche Rentner, die sich die Zeit mit Boules (Bottchia) totschlagen. Man sieht auf Anhieb, dass es sich um Dauercamper handelt. Die Plätze sind ringsum mit Topfpflanzen eingezäumt. Die Wohnwagen glänzen alle als wären sie gerade vom Band gelaufen. Wir Neuankömmlinge werden skeptisch begutachtet. Die sanitären Anlagen sind ok. Den Sandstrand haben wir nur am Abend kurz begutachtet. Nichts dolles aber zum Baden ganz nett!
Wir wissen zu dieser Zeit nicht, dass wir am nächsten Tag keinen schöneren Platz mehr finden werden. Da aber noch mindestens drei auf unserer Liste stehen, beschließen wir nach nur einer Nacht weiterzufahren. Die zum Überwintern gebliebene Rentnerschar scheint erleichtert, dass wir mit unserem komischen VW Camper weiterfahren. Der selbsternannte deutsche Platzsheriff wünscht uns trotzdem noch eine gute Reise.
Die Landschaft in der Bahia Mazarron ist Steppen- fast Wüstenartig, aber sehr interessant. Leider kann man nicht direkt an der Küste entlangfahren. Die Küste ist hier viel felsiger als an der Costa Blanca. Zwischendurch kommt man jedoch immer mal wieder am Wasser vorbei. Traumhafte wilde Stellplätze entdecken wir an einsamen Stränden. Vereinzelt stehen dort auch Wohnmobile aber wir trauen uns nicht dort wild zu Campen. Die Campingplätze in Los Madriles und Los Delfines kann man glatt vergessen. Sie liegen alle an der Küstenstrasse, jedoch an der falschen Seite der selbigen. Wir haben noch Hoffnung dass in Aguilas der Platz einen Besseren Eindruck macht. Also fahren wir nach kurzen Badepausen an einigen wunderschönen wilden Stellplätzen weiter. Die Landschaft wird immer schöner. Es wir nach und nach immer mehr Wüste. Kakteen und verdörrte Gräser zwischen großen Sandfeldern. Die langsam tief stehende Sonne verwandelt diese Hügellandschaft in ein Lichtspektakel.
Obwohl es ein wunderschöner Tag war, werden wir langsam unruhig. Die Campingplätze sind selten geworden und die Qualität und die Lage der Plätze ist unter aller Kanone. Obwohl es hier so schöne Fleckchen gibt, errichten die Spanier ihre Campingplätze an unmöglichen Orten. Aber wir geben die Hoffung nicht auf. Der Prospekt vom Campingplatz in Aguilas sieht viel versprechend aus. Inmitten dieser Wüstenlandschaft in einer Bucht cirka vier Kilometer vom Ortszentrum entfernt. In Aguilas angekommen veräppelt uns unser Navigationsgerät vom allerfeinsten. Wir gelangen in super enge Gassen bis auf einmal gar nichts mehr geht. Einmal im Urlaub muss uns wohl immer so eine Aktion passieren. Ich Idiot will aber mit aller Gewalt versuchen mich da durchzuboxen. Sandra muss Mülltonnen beiseite schieben. Die Spanier schütteln alle mit dem Kopf. Auf einmal kommt einer auf mich zu und gibt mir zu verstehen, dass es hier nicht weiter geht. Wir wenden in einundachtzig Zügen, stellen wieder einmal die Mülltonnen beiseite und fahren den Weg zurück. Wir kennen ja jetzt Aguilas und fahren deshalb die Umgehungstrasse. Diese ist gut ausgebaut. Endlich steht auch ein Schild in Richtung Campingplatz. Der Platz heißt Camping-Callareona. Noch 3km. Da die Sonne jetzt schon sehr tief steht müssen wir den auch wirklich nehmen.
Die Küstenstrasse liegt etwa 50m über dem Meer. Man kann den Campingplatz dort unten am Wasser schon erahnen. Er liegt wirklich traumhaft. Aber etwas stört mich. Obwohl es schon Dämmert, kann ich erkennen, dass dort nicht ein einziger Camper steht. Kein Licht kein nix!
Am Tor steht dann ein Schild „Se Vende“ was wohl heißen soll, dass der Platz zu verkaufen ist.
Total deprimiert kramen wir in sämtlichen Unterlagen, die wir gerade am 30.8 vom Caravansalon mitgebracht haben nach dem Prospekt. „Das kann doch nicht sein“ Vor gut einer Woche drücken mir die Spanier einen Prospekt in Düsseldorf in die Hand und nun ist der Platz zu verkaufen. Verrückt! Dies war der letzte Platz in der Region Murcia. Nun müssen wir den Reiseführer Almeria aufschlagen, wenn wir nicht wieder Richtung Norden wollen.
Ein Blick in den Campingprospekt von Almeria verrät uns, dass in Vera ein Campingplatz ist. Vera ist auch nicht weit weg.
Den Campingplatz haben wir bereits nach einer viertel Stunde gefunden. An der Rezeption laufen lauter Nackte herum. Der Platz ist zu 100% FKK. Für Sandy ein Unding! Ich würde ja mal gerne „Free Willy“ spielen. Aber der Platz ist sowieso wieder mindestens 500m vom Meer entfernt und ringsum sind Hotelanlagen und Bungalows. Übrigens alles FKK.
Also wieder weiter. Mittlerweile haben wir 19:30 Uhr und die Sonne geht gleich ganz unter. Zwischen Mojácar und Carboneras kann man leider wieder nicht an der Küste vorbeifahren. Kurz hinter Mojácar fanden wir dann aber noch einen Campingplatz, der nirgendwo verzeichnet war.
Ein Hippieartiger Spanier hat hier ca. 2km vom Strand entfernt einen ÖKO Platz eröffnet. Der Platz ist sehr sauber und ich falle fast vom Hocker… die trennen sogar Müll!!! Ich weiss zwar nicht wie der in Spanien den getrennten Müll verwerten will, aber egal! Ich trenne fleissig mit! Wir schlagen Quartier auf. Morgens hatten wir uns noch Languste Blanca gekauft. Die müssen nun noch alle gepiddelt werden. Dann in Olivenöl mit viel Knoblauch braten mit gehäuteten Tomaten und vielen Kräutern zu einer leckeren Nudelsoße anrichten. Der Abend ist also noch ganz gemütlich geworden.
Vor dem Schlafen und Duschen, füllen wir unser Auto mit 3x8L Kanistern aus dem Supermarkt. Die Gelbe Tonne ist danach voll. Ich schäme mich aber nicht, denn der ÖKO Mensch will 21 Euro für den Stellplatz ohne Strom!
Die Duschen sind witzig… Der Duschkopf ist Riesengroß und direkt unter der Decke in etwa drei Metern Höhe angebracht. Man duscht praktisch gar nicht, sondern stellt sich in eine Art künstlichen Regen. Für den Schaum zwischen den Beinen muss man allerdings einen Kopfstand machen, wenn man diesen rückstandslos entfernen will.
Der Platz selber ist auch schön angelegt. Keine Parzellen sondern einfach nur eine Fläche mit kleinen Kieselsteinen. Endlich mal kein Sand mehr unter den Füßen, wenn man ins Bett geht!
Die Nacht ist jedoch sehr heiß. Nach ein paar Stunden schwitzen mache ich die Heckklappe auf, obwohl ich dafür gar nicht günstig stehe. Egal… der Platz ist sowieso fast leer. In Oliva habe ich noch das Moskitonetz von Brandrup befestigt. Wie in der Anleitung beschrieben habe ich extra das gesamte Heck auf > 40° C erwärmt, die Flächen alle mit Alkohol gereinigt und dann das Klettband aufgeklebt! Nach mittlerweile zwei Wochen Dauertest kann ich jedoch nur von dieser Variante abraten. Das Klebeband löst sich an vielen Stellen. Zu Hause werde ich mir noch 10-20 Druckknöpfe Nachrüsten.
Den Wecker im California haben wir auf 6 Uhr gestellt, weil wir den Sonnenaufgang in dem hier beginnenden Naturschutzpark erleben wollen. Gegen 7 Uhr sind wir dann auch schon wieder unterwegs. Die Landschaft und die Küstenstrasse im „Parque Natural Cabo De Gata sind wirklich der Hammer. Beim durchfahren der „Sierra de Cabrera“ kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nach 320 Fotos innerhalb von einer Stunde ist die Speicherkarte meiner Digitalkamera voll. Notebook raus und sichern.
Wir Frühstücken in einem ausgetrockneten Flussbett, welches auch als Fußballplatz gebraucht wird. Hinter einem Tor beginnt sofort ein Wunderschöner Strand. Viele wilde Hunde, die am Strand herum stromern, stören Perro ungemein. Wir sind in einem Örtchen Namens Aquamarga. Mit seinen weißen kleinen Häuschen in dieser traumhaften Bucht. Warum in Gottes Namen ist hier kein Campingplatz. Auf dem soeben erwähnten Fußballplatz campen zwei französische Wohnmobile. Dazu fehlt uns der Mut. Obwohl es wunderschön hier ist. Aber in einem ausgetrockneten Flussbett würde ich sowieso niemals stehen bleiben. Wer weiß… wenn es nachts in den Bergen heftig regnet, stehen wir nachher in einem reißenden Fluss.
Nachdem leckeren Frühstück fahren wir weiter Richtung Las Negras. Unser Navi kennt die Küstenstrasse nicht, also müssen wir nach Karte bzw. nach Gefühl fahren. Eine Beschilderung zum nächsten Ort existiert nämlich nicht. Die aktuelle Navisoftware von Teleatlas (DVD Version, Stand wie die CD 2006 DX) für Spanien ist wirklich unter aller Kanone. Nach Las Negras sind es 10km. Unser Navi schlägt uns bei kürzester Route einen Weg von 55km vor!
Las Negras liegt genauso schön wie Aquamarga. Und hier gibt es auch einen Campingplatz. Der Platz ist ziemlich gut besucht. Nach hundert Kilometern an der Küste entlang ist das auch mit Abstand der schönste Platz. Mitten in der Wüste und doch direkt am Strand. Die Strandnahen Plätze sind zwar alle belegt aber weiter im hinteren Bereich gibt es noch viel Platz. Schatten wird hier nur durch an Stahlrohren befestigten Mattendächern und einigen vereinzelten Palmen geboten. Die Palmen können nur durch künstliche Bewässerung am Leben gehalten werden. Irgendwie sieht das hier aus wie in einer Oase. Hinter unserem Stellplatz stehen zwei deutsche Pärchen und Zelten. Ziemlich angeschlagen sehen die nach dem aufstehen aus. Da es zum Frühstück bei denen schon Campari Orange gibt, wissen wir warum. Der eine Deutsche erzählt uns von einem heftigen Wind in der ganzen letzten Woche. Heute wäre der erste Tag, dass man mal in ruhe Frühstücken kann.
Wir bauen auf und fahren die Markise heraus. Die Sturmverspannung mache ich vorsichtiger Weise auch direkt dran, obwohl es Windstill ist. Nach kurzer Verschnaufpause gehen wir an den Strand der einen tollen Eindruck macht. Die rechte Seite ist felsig und mit dicken runden Kieselsteinen in allen Farben ausgeprägt. Das Licht schimmert hier traumhaft. Die Linke Seite ist mit feinkörnigem Sand ausgestattet.
Weil die Sonne heute wieder einmal erbarmungslos brät, haben wir für uns und auch für Perro einen Sonnenschirm im campingplatzeigenen Supermarkt für 12 Euro gekauft. Der Schirm lässt sich mittels eines groben Gewindes leicht tief in den Sand bohren. Zum drehen ist ein kleines Eisenrohr als Hebel angebracht. Praktisch!
Obwohl der Strand gar nicht so breit ist, sind relativ wenige Leute am Strand. Und baden geht fast keiner. Nur vorne an bis zu den Knien stehen einige Spanier und gucken gebannt auf den Wasserspiegel. Das Meer ist spiegelglatt, weil der schwache Wind auch noch ablandig bläst.
Auf einmal schreit ein Spanier auf und kommt wie ein Irrer aus dem Wasser gelaufen. Medusa.. Medusa Rocha.. schreit er! Oh jeh… Ihn hat eine Feuerqualle erwischt. Seine Wade ist feuerrot angelaufen. Für uns hat sich das Baden am Strand also erledigt. Wir genießen trotzdem den schönen Strand noch für ein paar schöne Stunden und einige vorsichtige Fußbäder. Die Biester sind fast unsichtbar. Man muss ganz schön vorsichtig sein.
Im Nachhinein ein Glück, dass ich früh morgens nicht in Aquamarga alleine zum schwimmen heraus bin. Aber die Quallen kommen wohl nur bei Ablandigem Wind. Aber diesen Wind haben die hier ja schon seit Tagen.
Zu Nachmittag hin steht unser Auto prall in der Sonne. Unter die Schattendächer passt sowieso kein Wohnmobil. Ein California mit ausgefahrenem Dach sowieso nicht. Die Spanier fahren auffällig häufig California. Allerdings ausnahmslos T4. Auch viele Multivan mit Hubdach werden hier gefahren. Bis jetzt habe ich erst einen T5 California in Spanien gesehen. Es war ein Däne, der mir auf einer Landstrasse mal entgegen kam. Das Dach war nicht ganz geschlossen und die Notbefestigung war angebracht. Ich habe ihm aufgeblinkt und versucht zu zeigen, dass ich helfen könnte, aber er fuhr einfach weiter. Pech für Ihn.
Zum Sonnenuntergang kam der heftige Wind auch schon wieder. Wir haben noch in aller eile unseren Fisch fertig gegrillt bevor der Wind in Böen fast Orkanartig wurde. Die Markise steht mit der Sturmbespannung und den Rafter Pro Stangen von Fiamma aber wie eine Eins! Über Nacht haben wir sie trotzdem eingefahren.
Am nächsten morgen war der Wind immer noch heftig. In der Nacht hatte es zudem angenehm abgekühlt. Das Thermometer zeigte in der Frühe nur 18°C. Wir waren 25°C gewohnt und somit angenehm überrascht, dass wir sogar mit geschlossener Heckklappe schlafen konnten.
Wir blieben noch einen Tag auf dem Platz. Da sich die Wetterlage aber als normal herausstellte und wir mit Medusen und dem heftigen Wind nicht recht einverstanden waren, wollten wir weiter.
Sandy´s Chef hat von San José erzählt. Das ist nicht weit weg, und da wollen wir doch mal testen ob der Mann Geschmack hat. San José ist wirklich sehenswert. Nur der Campingplatz ist nichts für unseren Geschmack. Das Örtchen selber ist knuffig, jedoch ein wenig mehr auf Tourismus eingestellt als Aquamarga oder Las Negras. Für Apartmenturlauber aber ein Tipp!
Der Nationalpark endet in San José und weiter südlich finden wir nur noch Obstplantagen mit Plastiküberzügen vor. Wir beschließen Einstimmig den Rest vom Urlaub wieder nach Oliva zu fahren und eventuell von dort aus die eine oder andere Tagestour zu machen.
In Oliva hat uns der Platz am besten gefallen. Außerdem sind die Rentner ganz witzig und fidel. Also wieder rauf auf die Autostrada und 400km Richtung Norden.
In Oliva angekommen finden wir einen herrlichen schattigen Platz vor. Den ganzen Tag über keine pralle Sonne. Ein geparkter PKW wird freundlicher Weise für uns umgeparkt.
Die nächsten Tage verbringen wir hier in aller Ruhe. Fast schleicht sich schon ein gewisses Maß an Ritualgängen bei uns ein. Morgens früh erst mal Schwimmen, dann Brot holen, Strandgang und Mittagsschlaf. Nachmittags noch mal kurz an den Strand und dann zum gemeinsam klönen mit den Rentnern. Einer der Rentner hat spät abends auf Phoenix die Wiederholung von 37° „heilges Blechle“ gesehen. Nun sind wir entlarvt und alle Fragen uns wie das mit den Dreharbeiten war und wie es kam, dass wir nach einem halben Jahr ein neues Auto von VW bekommen haben.
Einen Tagesausflug zum Leuchtturm von „Cabo San Antonio“ haben wir noch unternommen. Über Denia und Las Rotas sind wir auf der steil ansteigenden Landstrasse durch den Naturpark Montgó. Auf 163m Höhe hat mir hier eine prächtige Rundumsicht. Vom Cabo aus sind wir über einen steil abfallenden serpentinenartigen Schleichweg direkt nach Xabia / Javea heruntergefahren. Das Örtchen, bei dem ich nicht Begriffen habe, was nun Xabia und was Javea ist, hat einen wunderschön gelegenen Hafen. Der Kiesstrand ist Felsig und das Wasser ist kristallklar.
Von Javea aus sind wir die N332 zurück bis nach Oliva gefahren und haben dort noch einen Großeinkauf erledigt. Als wir aus dem Supermarkt kamen war die Luft schlagartig sehr schwül geworden. Am Horizont zeigten sich schwarze Wolken. Wir hatten alle Zutaten für eine Paella eingekauft und wollten diese eigentlich abends zubereiten. Von einem Campernachbarn haben wir einen Paellabrenner geliehen bekommen. Eine kleine emaillierte Pfanne für eine zwei Personen Paella haben wir noch für 6 Euro ergattert. Für zu Hause wollten wir so eine sowieso noch haben.
Aber an Paella zubereiten war an diesem Abend kein Denken mehr. Als wir auf dem Campingplatz ankamen, verstauten wir noch notdürftig den Einkauf und harten der Dinge, die da auf uns zukamen. Das Hubdach und die Markise haben wir erst gar nicht ausgefahren. Es tobte ein Gewitter vom allerfeinsten über uns weg. In einer kurzen Regenpause haben wir uns noch einen Tunfischsalat gemacht und diesem im Auto gegessen. Gegen 23 Uhr sah es so aus, als ob der Spuck vorbei ist. Das Meer war trotz des Sturms noch sehr ruhig.
Wir bauten noch die Markise auf und fuhren das Dach ohne Mütze auf.
Gegen 2 Uhr ging das Theater dann wieder los und dauerte die ganze Nacht. Wir standen ca. 50m vom Strand entfernt und hörten, dass die Brandung mittlerweile gewaltig sein muss. Aber am Morgen war dann das gröbste überstanden. Unser Platz stand jedoch völlig unter Wasser. Wir zogen Gräben, damit das Wasser ablaufen konnte. Wir bauten Staudämme, damit kein neues Wasser nachfließen konnte.
Der vorangegangene Tag war wohl der letzte heisse Tag. Die folgenden Tage waren zwar sonnig und auch noch relativ warm. Aber über 27-28°C stieg das Thermometer nicht mehr. Am nächsten Abend mussten wir unsere Paella ja noch machen, und pünktlich zum Beginn der Bruzzelei fing es wieder an zu regnen. Wir haben mit einigem Aufwand eine regen- und windsichere Konstruktion gezimmert. Die Paella war sehr lecker!
Morgens früh war es mit 18°C jetzt sogar so frisch, dass man eine Jogginghose anziehen musste. Unser so schön schattiger Platz stellte sich, als zu Kalt heraus. Da kam es uns ganz Recht, dass ein Zeltendes Pärchen direkt am Strand einen Stellplatz in praller Sonne räumte. Wir zogen also um und standen nun wunderschön direkt an der Düne zum Strand. An den darauf folgenden Tagen hielt sich das Wetter. Kein Wölkchen am Himmel war auszumachen. Aber die 30°C Marke knackten wir nicht mehr.
Die Heimreise wird hoffentlich durchweg Stress- und Staufrei. Es war ein interessanter aber auch sehr erholsamer Urlaub. Ein Mix aus Endeckungsreise und Abhängen am Strand.
Camping Azul, Oliva 21.9.2005
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