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Cinque Terre - Iseo-See Mai 2006

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Anreise :

Autobahn bis Gardasee. Hier sollte man zwecks Erholung eine Nacht bleiben. Wir sind beim 2.Cali-Treffen natürlich ein paar Tage länger am Gardasee geblieben (s. Bilder).

Californiatreffen 2006

Empfehlenswerter Campingplatz nur ca. 25 km von der Autobahnausfahrt „Gardasee Süd“: Spiaggia d´Oro in Lazise (s. Reisebericht über 8 Beine).
Weiterreise über Brescia-Cremona-Piacenza via Autobahn.
Jetzt endlich runter von dem langweiligen Highway, denn die Stärke vom Cali liegt ganz wo anders.
Von Piacenza führt die B45 nach Bobbio und nun wird’s richtig schön
(s. Bilder von Schluchten und Flüssen). Dass sind Strassen und Landschaften wie der Cali mit seiner Kraft von unten und natürlich auch wir extrem lieben.
Klitzekleiner Nachteil: die Zeit läuft davon.
Verschlafene Bergdörfer, fantastische Landschaft, super Cappuccinis in gemütlichen Straßencafés.

Cappuccino in Vernazza nach Art  Michelangelo

Die Bundestrasse 45 verlässt man über die sehr kleine, aber reizvolle Strasse über Uscio nach Recco. Das Gebirge reicht hier bis direkt ans Meer (tolle Ausblicke).

Die Küstenstrasse B1 ist der Autobahn vorzuziehen, da man mehr von Land und Leute sieht. Es war ohne Staus gut zu fahren. Es geht durch Chiavari, Lavagna, Sestri Levante bis Passo del Bracco dann sehr gemütlich nach Levanto.
Wer es weniger gemütlich aber abenteuerlich möchte, fährt hier auf richtigen Bergstraßen ohne Mittelstreifen und Kurven gerade richtig für Motorräder. Man fährt von der B1 ca. 4 km nach der Mini-Ortschaft Bracco rechts zur Autobahn Auf- oder Abfahrt „Deiva Marina“ und anschließend der kleinen Bergstrasse folgend, gut ausgeschildert nach Levanto. Viel Spaß bei der Kurvenhatz! Bis zum a b w i n k e n!

Levanto:

Empfehlenswerter Campingplatz „Aqua dolce“ eigentlich mitten in der Stadt, aber hinterm Platz sind gleich die Berge und vollkommen Ruhe.
Selten einen so ruhigen Platz gehabt.
Wenn der Platz ziemlich voll ist (angeblich an Ostern immer) gibt es nur noch Terrassenplätze mit kleinen, steilen Auffahrten. Abenteuerlich die Ein- und Ausfahrten.
Die Bodengruppe vom Cali hätte beinahe gute Kontaktmöglichkeiten zu Wurzeln, Steinen u.ä. bekommen. Die Terrassenplätze sind sehr eng, aber schön schattig und sind romantisch angelegt.
Die großen Plätze waren halt zuerst vergeben.

Die Campinganlage ist sehr sauber und die Sanitäreinrichtungen für italienische Verhältnisse in Ordnung.

Cinque Terre:

Der Cali blieb den ganzen Aufenthalt stehen. Ausfahrt und Einfahrt bringen sowieso bloß Stress und die Verbindungen mit Schiff und Zug sind super (Fahrtpreis der Bahn zwischen 1,10 und 1,50 Euro pro Pers.
Na Herr Medorn (Bahnchef in Deutschland), sehen sie d o r t fährt j e d e r mit der Bahn. Ist auch ein volkstümlicher Preis.

Die Schifffahrt mit Tageskarte ca. 22 Euro pro Person ist zwar teuer, aber empfehlenswert als erstes zu machen. Hier bekommt man den perfekten Überblick, was man später im Detail alles anschauen möchte.
Zusätzlich hat man eine völlig andere Perspektive als vom Land aus.
Diese Tageskarte ermöglicht bei jeder Ortschaft der „Cinque Terre“ auszusteigen und mit dem ca. 45 Min. später ankommenden, nächsten Schiff der Flotte wieder weiterzufahren. Das ganze geht bis Portovenere, das sich am südlichen Rande der „Cinque Terre“ befindet, aber den anderen Örtchen um nichts nachsteht.

Die Wanderungen:

Alles ist für sich gesehen schön und erlebnisreich. Es ist für jeden Geschmack was dabei.
Vom Spazierweg „Via dell´ Amore“ (ein muss: das Café dort auf dem Weg, an der Steilküste), über steilere Auf- und Abstiege, einschließlich Naturtreppen, wie auch richtige Treppen von Menschenhand gemacht.
Es sollte möglichst nicht wärmer als ca. 20-25 Grad haben, denn sonst reichen die T-Shirts nicht aus (diese Temperatur hat es bereits an Ostern).
Nach dem die Wege sehr sauber und auch gepflegt sind, wird vor jedem Wanderweg eine Tageskarte für 3 Euro pro Person verkauft.

Petrus hat uns gut belohnt.
Wir hatten in den 10 Tagen keinen einzigen Regen abbekommen.

Empfehlenswerte Mitbringsel: Frische Zitronen – riechen besser als Parfüm und schmecken super. Deshalb ist auch die dort produzierte Marmelade aus Zitronen ein absolutes Highlight.

Heimfahrt mit Zwischenstopps:

War Anfangs sehr empfehlenswert. Es ging über den Pass „Foce di Rastello“. Tolle Landschaft, aber von km zu km wurde die Straße immer schlechter. Die Ausschilderung war so schlecht wie niemals zuvor. Wir standen mitten in einem Bergdorf, kein Wegschild bei mehreren Abzweigungen und keine Menschenseele.
Jetzt schreien einige „tja, NAVI müsste man haben“. Wir hatten eines - aber nun kommen wir zur Gott sei Dank einzigen Cali-Macke in diesem Urlaub. Das mittlere Handschuhfach ging nicht mehr auf.
Dreimal dürft Ihr raten wo mein mobiles Navi lag.

Bei Pontremoli sind wir dann nach ca. 60 km „geschüttelt und nicht gerührt“ auf die Autobahn über Piacenza – Cremona - Brescia und dann Landstrasse zum Iseo See gefahren.
Absolut empfehlenswerter Campingplatz am Ortsrand von der Ortschaft Iseo gelegen (näheres s. Campingplatz-Empfehlung auf Toms-Homepage).

Die Heimfahrt auf „Raten“ ging dann auf der B 42 über den „Passt del Tonale“ (1884 Meter) und den „Mendel-Pass“ mit beeindruckendem Ausblick auf das Tal beim „Kalterer See“.
Als letzten Zwischenstopp durften wir bei unseren neuen Cali-Freunden Sabine, Kurt und Nora in Steinegg (bei Bozen) bleiben.
Wir sind dort fürstlich verköstigt worden. Danke noch mal dafür.

Maria-Sabine-Kurt- Martina-Werner


Als anerkannte Warmduscher mussten wir aber noch eine Hardcore-Camping-Nacht durchstehen. Es hatte in der Nacht g e s c h n e i t !!!
Und das für einen „Sommer-Saisonkennzeichen-Cali-Fahrer“ (s.Bild).
Wir sind am Mittwoch in der Karwoche bei 25 cm Schnee, Gott sei Dank nicht auf der Strasse, gestartet und haben unseren Abschluss mit einigen Zentimetern Schnee beendet.
Macht doch irgendwie Sinn.

Es grüßt Euch
Maria und Werner



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